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Antrag zur Entwicklung des Rathausumfeldes

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Kimmel,

in der Sitzung des Stadtrates am 15. Juni 2026 bittet die FDP-Fraktion die Verwaltung über das städtebauliche Leitbild des Rathauses Kaiserslautern nach Roland Ostertag zu berichten und dies auch visuell darzustellen

Berichtsantrag zur Sitzung des Stadtrates

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Kimmel,
 

in der Sitzung des Stadtrates am 15. Juni 2026 bittet die FDP-Fraktion die Verwaltung über das städtebauliche Leitbild des Rathauses Kaiserslautern nach Roland Ostertag zu berichten und dies auch visuell darzustellen.


Begründung:
Der Rat hat sich bereits 2024 dafür ausgesprochen, dass zur Entwicklung des Areals rund um Kaiserpfalz, Rathaus und Pfalztheater der gesamte Bereich zwischen Max- und Fischerstraße, Rathaus und Fruchthalle ein Gesamtkonzept erstellt werden soll. Dies wurde auch im INSEK 2025 so festgehalten.

Eine separate Entwicklung der Theaterwiese und des ehemaligen Parkplatzes neben der Wagenfurt, wie sie von der Verwaltung jetzt forciert wird, wird der Bedeutung des Areals aus Sicht der FDP-Fraktion nicht gerecht.

Der Architekt Roland Ostertag hat von Beginn an das Rathaus nicht als isoliertes Verwaltungsgebäude konzipiert, sondern als umfassendes städtebauliches Konzept. Dabei war das Rathaus als dominanter Hochpunkt („Stadtkrone“) vorgesehen, das in ein Ensemble aus ergänzenden Baukörpern und öffentlichen Nutzungen eingebettet ist.

Ein lebendiges urbanes Zentrum mit hoher Aufenthaltsqualität und dauerhafter Nutzungsmischung sollte rund um das Rathaus entstehen. Eine räumliche Verbindung von Verwaltung, Kultur, Bildung und Handel waren geplant. Lt. Westpfalz Wiki formulierte Ostertag dabei ausdrücklich den Anspruch, dass das Rathaus „nicht isoliert stehen“, sondern im „Schnittpunkt der Kraftlinien städtischen Lebens“ verortet sein solle.

Im Wesentlichen wurde jedoch nur das Hochhaus als Sitz der Verwaltung umgesetzt. Ohne Bezug zur Innenstadt und ohne öffentliches Leben, thront es seitdem als dominantes Verwaltungsgebäude über der Stadt.

Mit der Einbeziehung des Rathausvorplatzes in ein Gesamtkonzept „Entwicklung des Burg-Berges“ wird die Umsetzung der Vision Ostertags, die funktionalen Durchmischung, die Öffnung zum öffentlichen Raum und die Einbindung in das urbane Umfeld ermöglicht.

Zum Vorteil der gesamten Stadtgesellschaft sollte diese, sich jetzt bietende, Chance genutzt werden.
 

Mit freundlichen Grüßen

Brigitta Röthig-Wentz

(Fraktionsvorsitzende)